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KinderZentrum Augsubrg

ISE - stationär

 

Zielgruppe

Männliche und weibliche Jugendliche ab 14 Jahre und junge Volljährige

  • die aufgrund ihrer individuellen Lebenslage einer besonders intensiven Betreuungsform bedürfen
  • deren bisherige Entwicklung durch sehr belastende familiäre Beziehungen, beeinträchtigende Lebenssituationen und Erfahrungen geprägt sind (u. a. Vernachlässigung, Gewalterfahrungen, Missbrauchserfahrungen, häufige Beziehungsabbrüche verbunden mit wechselnden Wohnorten,)
  • die durch risikoreiche Verhaltensweisen sich selbst und andere gefährden (z.B. Fremd- und Selbstaggression, starke Rückzugstendenzen, Delinquenz, Drogenkonsum, Prostitution)
  • die ein Mindestmaß an Motivation und Kooperationsbereitschaft mitbringen und das Ziel haben, Probleme mit sich selbst und mit anderen zu verringern
  • wenn andere Wohnformen nicht passend sind.

Ausschlusskriterien

  • akute Drogenabhängigkeit
  • akute Suizidalität und / oder Fremdgefährdung
  • akute massive Störungsbilder, die eine stationäre psychiatrische Behandlung erfordern

Angebot

Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung gemäß §35 SGB VIII

  • Der junge Mensch lebt im Haushalt der pädagogischen Fachkraft (1 : 1 Betreuung), überwiegend in naturnaher Umgabung.
  • Im Vordergrund steht die Entwicklung des jungen Menschen im Kontext seines Lebensumfeldes.
  • Durch Beziehungsaufbau, Erarbeiten einer Kooperationsbereitschaft sowie erste Zielbestimmungen und -umsetzungen sollen ein konstruktiver Umgang mit der Lebenssituation und der meist sehr krisenhaften Ausgangssituation sowie erste (kleine) Lösungsschritte ermöglicht werden.
  • Einbeziehung, Beratung und Unterstützung des familiären ggf. auch des sozialen Systems.
  • Fachdienstanbindung.

Ziele

  • Herstellung eines positiven Beziehungsrahmens zwischen dem jungen Menschen und der Fachkraft
  • Erarbeiten individueller Stärken und Ressourcen
  • Ziel- und Auftragsklärung
  • Bearbeitung von Abwehr- und Vermeidungsstrategien
  • Stabilisierung der Persönlichkeit und Erwerb neuer Konzepte zur Konflikt- und Lebensbewältigung
  • Selbstwertfindung
  • Entwickeln von Selbstverantwortung
  • Regelmäßigkeit bei Schulbesuch, Ausbildung und Arbeit herstellen
  • Unterstützung bei schulischen/beruflichen Belangen
  • Festigung der sozialen Kompetenz
  • Hinführen auf ein Leben in Selbständigkeit oder/und eigene Wohnung (Haushaltsführung, Umgang mit Geld, Behörden und Anträgen)
  • Bereitstellen spezifischer individueller pädagogischer und/oder therapeutischer Hilfen
  • Zusammenarbeit mit externen Stellen (u.a. Schule, Ausbildungsbetrieb, Ärzte, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Therapeuten)
  • Planung und Reflexion der Erziehungsprozesse
  • systemisch orientierte Elternarbeit
  • durchgängig: Ziel- und Zukunftsplanung und deren Umsetzung, Auswertung und Weiterentwicklung
  • Auswerten und Verbuchen der erworbenen Stärken und des damit verbundenen Selbstvertrauens

Methodische Grundlagen

  • aktive Mitwirkung beim Hilfeplanverfahren
  • regelmäßiges Dokumentations- und Berichtswesen
  • Team- und Fallgespräche, Supervision und Fortbildung

Elemente der systemischen, lösungs- und ressourcenorientierten Arbeit

  • Klären der Kooperationsbasis
  • Wertschätzung und Respekt bisheriger „Lösungen“
  • Aktivierung positiver Referenzerfahrungen der Vergangenheit
  • Timeline (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft), Planung erster 'kleiner' Schritte
  • Lösungsfokussierung
  • Arbeit mit Skalierungen
  • Bewusstwerden der Stärrken und Ressourcen
  • Kontinuierliches Bearbeiten von 'Hindernissen' und Rückfallprophylaxe
  • Arbeit am Thema
  • Verbuchen von Erfolgen auf dem 'inneren Konto'
  • Gestalten von Übergängen

Erlebnispädagogische Inhalte und Projekte, u.a.

  • Selbsterfahrung in der Auseinandersetzung mit natur- und/oder projektbezogener Aktionen
  • Wahrnehmen und Erleben eigener Stärken und Kompetenzen
  • Beziehungsgestaltung, -entwicklung, Entwickeln von Kooperationsformen und Absprachen
  • Transfer in den Alltag

Systemisch orientierte Elternarbeit

  • nach Möglichkeit Einbeziehung der Familie in den gesamten Ablauf der Maßnahme
  • Klärung gegenseitiger Erwartungen
  • Erarbeiten der familiären Ressourcen; Festlegen von gemeinsamen Zielen und deren Umsetzung
  • Entwickeln von Zukunftsperspektiven

Individuelle sozialpädagogische/ therapeutische Angebote , u. a.

  • Verhaltens- und gestalttherapeutische Methoden
  • Rollenspiel
  • Verstärkerprogramme
  • Methoden zur Selbststeuerung
  • systematische Desensibilisierung und Angstbewältigung
  • Selbstsicherheitstraining (Einüben von Selbstvertrauen und sozialer Kompetenz)
  • Training zur Förderung von Arbeits- und Sozialverhalten
  • Training mit aufmerksamkeitsgestörten Jugendlichen
  • Programme bei Essstörungen bzw. Übergewicht
  • Entspannungsübungen

 



Förderzentrum St. Georg
Bereichsleitung Stationäre/Ambulante Jugendhilfe
Bernhard Steinmetz
Braut- und Bahrweg 4
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