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Zielgruppe - Jugendliche und junge Erwachsene beiderlei Geschlechts
- Betreuungsalter: 12 – 21 Jahre
- Aufnahmealter: 12 – 19 Jahre
Indikationsschwerpunkte - erhebliche Beeinträchtigungen der Persönlichkeitsentwicklung aufgrund sozialer und/oder konstitutioneller Defizite
- belastendes Sozialisationsumfeld
- Verhaltensauffälligkeiten
- geringe soziale Kompetenz
- Entwicklungsverzögerungen
- Leistungsblockaden und -verweigerung
- problematischer Umgang mit Regeln und Grenzen
- Gefährdung der gesellschaftlichen Integration
- Gefahr des beruflichen / schulischen Scheiterns
- Störungen im emotionalen, psychischen und kognitiven Bereich
Ausschlusskriterien - schwere geistige oder schwerwiegende körperliche Behinderung
- prinzipiell fehlende Gruppernfähigkeit des Jugendlichen oder jungen Erwachsenen
- akute Suizidalität oder Fremdgefährdung
- akute Alkohol- oder Drogenabhängigkeit
Angebot Heilpädagogische Wohngruppen mit je 8 Plätzen gemäß § 34 SGB VIII i.V.m §§ 27, 35a und 41 SGB VIII Ziele - Erweiterung der personalen und sozialen Kompetenz des Jugendlichen oder jungen Erwachsenen
- Abbau von Störungen und Entwicklungsdefiziten im Bereich emotionaler, psychosozialer, kognitiver und körperlicher Entwicklung. Abbau und Vermeidung negativer Karrieren (Delinquenz, Sucht usw.)
- Entlastung und Stabilisierung der Familie in ihrer Erziehungsverantwortung, um neue Entwicklungen zu ermöglichen
- Fähigkeit und Bereitschaft zu selbständigem und selbstverantwortlichem Leben entwickeln
- Akzeptanz der eigenen Biographie und der daraus resultierenden Grenzen und Möglichkeiten, Entwicklung realistischer Lebensperspektiven
- Klärung der Beziehung zur Herkunftsfamilie und gemeinsame Zielsetzung
- Entwickeln und Umsetzen von schulischen und beruflichen Perspektiven
- Aufbau und Verbesserung der Lern- und Entwicklungschancen
- Rückkehr in die Herkunftsfamilie, Verselbständigung oder Ablösung in eine andere Betreuungsform (z.B. betreutes Wohnen)
Methodische Grundlagen - Systemisches, ressourcen- und lösungsorientiertes Arbeiten mit dem einzelnen Jugendlichen, der Gruppe sowie im Rahmen der Elternarbeit
- soziale Gruppenarbeit
- Gruppenangebote (gruppenintern wie auch gruppenübrgreifend) im kreativen, sportlichen, handwerklichen, kognitiven, emotionalen und sozialen Bereich
- Bezugsbetreuersystem
- Therapeutische Angebote im Einzel- und Gruppensetting
- erlebnis- und aktionspädagogische Projekte
- heilpädagogisches Werken
- Verhaltenstherapeutische Ansätze (Verstärkerpläne)
- Alltagsstrukturierung
- Konzentrations- und Entspannungsübungen
- Gruppengespräche
- Einzel- und Reflexionsgespräche
- Ganzheitlicher Ansatz
- geschlechtsspezifische Angebote (Aufklärung, Partnerschaft, Rollenverhalten etc.)
- Körperarbeit (Distanz-Nähe, Wahrnehmung, Körperübungen etc.)
- Förderplanung zur Umsetzung der im Hilfeplangespräch vereinbarten Ziele
Aufnahmeverfahren - Anfrage durch das zuständige Jugendamt
- Vorklärung anhand von Vorabinformationen
- Vorstellungsgespräch
- Probewohnen mit Auswertung
- Aufnahme
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