Ausbildung in Kempten

Im KJF Berufsbildungs- und Jugendhilfezentrums Sankt Georg bieten wir jungen Menschen mit besonderem Förderbedarf passgenaue Lösungen zur Berufsvorbereitung und beruflichen Qualifizierung. Ein spezielles Angebot ist die wohnortnahe, ganzheitliche Unterstützung lernbehinderter und psychisch behinderter junger Menschen.

Wir finden gemeinsam den passenden Weg

Im Berufsbildungswerk Kempten verfügen wir über langjährige Erfahrung in der Betreuung lern- und psychisch behinderter Jugendlicher und junger Erwachsener. Für diesen Personenkreis haben wir sowohl in der Ausbildung als auch in der Berufsvorbereitung ganz speziell zugeschnittene Maßnahmen. Für eine Ausbildung in Kempten bieten wir acht verschiedene Berufe mit dem Abschluss als Geselle, Facharbeiter oder Fachpraktiker an.

Keine Vorurteile: Hier kann jeder nochmal ganz von vorne anfangen

In Kempten werden die jungen Menschen nicht nach ihrer Vergangenheit beurteilt. Hier wird ihnen auf vielfältige Weise geholfen, ihr Leben sinnvoll zu gestalten. Sie erhalten die reelle Chance, über gezielte Förderung einen Schulabschluss zu machen oder durch Maßnahmen zur Berufsorientierung und Berufsvorbereitung eine Ausbildung in Sankt Georg zu finden, die ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht.

Zusätzlich unterstützen wir leistungsschwache Azubis individuell und praxisgerecht in unserem Angebot „Stark in der Ausbildung“, um die erfolgreiche Berufsausbildung zu fördern und einem Ausbildungsabbruch vorzubeugen.

Über Jahre gewachsen und perfekt eingespielt

Für eine optimale Förderung der Teilnehmer ist eine enge Vernetzung unter den einzelnen Bereichen und Standorten von entscheidender Bedeutung. Die reibungslose Kooperation zwischen Berufsschule, Wohnbereichen, individuellen Fördermaßnahmen, Förderzentrum, Werkstätten, Ausbildungsbetrieben, Ärzten, psychologischen Fachdiensten, Praktikumsbetrieben bis hin zu den Betrieben in der Region ist über Jahre gewachsen. In Kempten haben die Mitarbeiter langjährige Erfahrung und arbeiten fachübergreifend zusammen: das heißt, dass sie auch bei Schwierigkeiten alles für eine erfolgreiche Ausbildung in Sankt Georg tun.

Berufliche Orientierung und Ausbildung in Kempten

Um junge Menschen mit besonderem Förderbedarf optimal zu unterstützen, bieten wir ein breites Spektrum an Maßnahmen. Die meisten Teilnehmer finden bei uns eine Ausbildung, die ihren Fähigkeiten und Interessen entspricht und ihnen gute Chancen für den Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglicht. So führen wir beispielsweise bei Schülern der Jahrgangsstufen 7 bis 9 eine handlungsorientierte Potenzialanalyse durch. Im Anschluss haben die jungen Menschen die Möglichkeit, eine zweiwöchige praktische Berufsorientierung in verschiedenen Ausbildungsbereichen zu absolvieren.

Mit unserer Erfahrung bieten wir auch spezielle Maßnahmen für junge Menschen sowie Erwachsene mit Fluchthintergrund. Dabei verfolgen wir das Ziel der beruflichen und gesellschaftlichen Integration. 

Die Ausbildungsberufe
im Überblick

  • Werker/in im Gartenbau, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau

  • Bauten- und Objektbeschichter
  • Bau- und Metallmaler/in

  • Metallfeinbearbeiter/in

  • Fachpraktiker/in Küche
  • Fachpraktiker/in Hauswirtschaft
  • Fachkraft im Gastgewerbe

  • Friseur/in

  • Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement

Berufsvorbereitung und berufliche Qualifizierung

Neben unseren Angeboten zur Berufsausbildung unterstützen wir Schüler, Jugendliche und Erwachsene auf vielfältige Art und Weise auf dem Weg in das Berufsleben. An unseren Standorten in Immenstadt, Kempten, Memmingen, Mindelheim und Sonthofen gibt es Angebote zur Beruflichen Orientierung (z. B. Berufsorientierung), diverse Maßnahmen zur Beratung, Vermittlung und Berufsvorbereitung (z. B. Berufseinstiegsbegleitung) sowie Berufspraktische Weiterbildungen in den Bereichen Lager, Maler, Metall und Verkauf. Zusätzlich bieten wir individuelle Förder- und Unterstützungsmaßnahmen an. Der Zugang zu diesen Angeboten erfolgt sowohl über die Vermittler der Arbeitsagenturen und Job Center als auch über die Regelschulen.

Angebote für Beruf und Arbeit

Im Rahmen dieser Teilzeitmaßnahme werden mit den Teilnehmern folgende Inhalte erarbeitet:

  • EDV-Grundlagen
  • Individuelles Coaching
  • Kompetenztraining (Rhetorik, Kommunikation etc.)
  • Praxisorientierte Qualifizierung, (Kundenbedürfnisse, Marketing, Warenwirtschaftskunde, Verkaufstraining)
  • Vorbereitung auf das Betriebspraktikum / Praktikumsakquisition
  • Betriebspraktikum (ca. 5 Wochen)

Während der gesamten Maßnahme werden die Teilnehmer von der Seminarleitung, den Fachreferenten und ggf. Ausbildern individuell betreut. Im Vordergrund steht das handlungsorientierte Lernen. Ziel ist eine Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt.

Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, werden von erfahrene Lehrkräften, Sozialpädagogen bei der Ausbildungsplatzsuche unterstützt und während der gesamten Ausbildung begleitet. Basis ist ein gemeinsam entwickelter, ganz persönlicher Förderplan.

Die Inhalte der Begleiteten betrieblichen Berufsausbildung:

  • Nachhilfe in Theorie und Praxis
  • Vorbereitung auf Klassenarbeiten
  • Prüfungsvorbereitung
  • Unterstützung bei Alltagsproblemen
  • Vermittelnde Gespräche mit Ausbildern, Lehrern und Eltern

Die AsA hat als Ziel junge Auszubildende und ihre Ausbildungsbetriebe dabei auf dem Weg zu einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss zu unterstützen und legt damit den Grundstein für eine dauerhafte berufliche Eingliederung. Das Angebot beinhaltet eine gezielte individuelle Förderplanung, intensive sozialpädagogische Begleitung,  verschiedene Austausch- und Lernangebote. Wir bereiten zusammen mit den jungen Menschen den Übergang in eine Beschäftigung im Anschluss an die Ausbildung vor.

Eignungsanalyse und Arbeitserprobung ermöglichen es jungen Menschen, vor dem Beginn einer Ausbildung sich in verschiedenen Berufen zu erproben und diese kennenzulernen. So können sie ihre Fähigkeiten und Neigungen entdecken und herausfinden, welche Ausbildung am besten zu ihnen passt.

Diese Maßnahme dient der Beruflichen Orientierung und erleichtert den Einstieg in Ausbildung und Arbeit. Die Jugendlichen lernen ihre beruflichen Stärken kennen und finden heraus, für welchen Ausbildungsberuf sie geeignet sind.

Die BvB richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene mit besonderem Förderbedarf ohne berufliche Erstausbildung, die die allgemeine Schulpflicht erfüllt und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Voraussetzungen sind Engagement, Motivation, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit.

Die Inhalte der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme:

  • einen passenden Beruf finden
  • Stärken und Talente entdecken
  • Praktika absolvieren
  • Praktische Arbeit in verschiedenen Berufsfeldern
  • Unterricht in Theorie und Praxis
  • Hilfe beim Schulabschluss
  • Bewerbertraining
  • Unterstützung beim Finden eines Ausbildungsplatzes

Die Finanzierung der BvB erfolgt durch die Agentur für Arbeit.

Diese Maßnahmen sollen jungen Menschen die Aufnahme, Fortsetzung und den erfolgreichen erstmaligen Abschluss einer Berufsausbildung ermöglichen.

Die betriebliche Berufsausbildung geht dabei weit über betriebs- und ausbildungsübliche Inhalte hinaus. Unter sozialpädagogischer Begleitung werden neben dem Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten vor allem fachtheoretische Kenntnisse und Fähigkeiten gefördert. Auch anstehende Prüfungssituationen werden eingehend vorbereitet.

Diese Maßnahme ist eine Kombination verschiedener Elemente: die Heranführung der Teilnehmer an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, die Feststellung, Verringerung und Beseitigung von Vermittlungshemmnissen sowie die Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung und Stabilisierung einer Beschäftigungsaufnahme.

Die Teilnehmer werden individuell begleitet und erhalten Fachunterricht zu Arbeitsrecht, Zeugnissprache und Bewerbungscoaching. Zudem werden fachpraktische Projekte im Bereich Hauswirtschaft und Metall angeboten.

Ziel dieser Maßnahme ist die Eingliederung förderungsbedürftiger junger Menschen in eine Berufsausbildung. Über einen Berufseinstiegsbegleiter erhalten sie ab der 8. Klasse Unterstützung bei der Berufsorientierung und Berufswahl. Er vermittelt geeignete Betriebspraktika und bietet eine individuelle sozialpädagogische Betreuung für einen erfolgreichen Übergang von der Schule in die Berufsausbildung. Zur weiteren Stabilisierung werden auch die ersten Ausbildungsmonate begleitet.

Der Berufseinstiegsbegleiter ist für alle am Prozess Beteiligten (Eltern, Lehrer, Betriebe, etc.) der zentrale Ansprechpartner.

Im Rahmen der Maßnahme „Reha Ausbildung integrativ“ werden behindertenspezifische Ausbildungen zur Erlangung eines Berufsabschlusses durchgeführt. Folgende Ausbildungsberufe werden angeboten:

  • Fachpraktiker/in Küche (36 Monate)
  • Fachkraft Gastgewerbe (24 Monate)
  • Fachpraktiker/in Hauswirtschaft (36 Monate)
  • Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement (24 Monate) 
  • Metallfeinbearbeiter/in (36 Monate)

Ziel ist es, die Aufnahme, Fortsetzung und den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung zu ermöglichen. Die fachpraktische Unterweisung erfolgt in eigenen Werkstätten, Einrichtungen und Praktikumsbetrieben in Wohnortnähe des Auszubildenden. Spezielle Förderangebote entwickeln und stabilisieren die Persönlichkeit der Auszubildenden, sie stärken kognitive Fähigkeiten und fördern notwendige Schlüsselqualifikationen.

Die Zuweisung in die Reha-Ausbildung integrativ erfolgt über die zuständige Beratungsfachkraft der Agentur für Arbeit in Memmingen.

Diese Maßnahmen erfolgen in Zusammenarbeit mit Schulen. Sie haben das Ziel, den Schülern praktische Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu geben. Die Umsetzung erfolgt in trägereigenen Werkstätten, damit sich die Teilnehmer mit ihren individuellen beruflichen Erwartungen und Wünschen orientieren können. 

Im Rahmen der Initiative „Abschluss und Anschluss“ wird über das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) die Berufliche Orientierung in praxisnahen Berufsbildungsstätten weiter ausgebaut. Dadurch will man einen nahtlosen Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung erreichen, Ausbildungsabbrüche vermeiden und dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Die Maßnahme gilt für Schüler/innen ab der 8. Klasse und für Schüler/innen von Schulen, die einen allgemeinbildenden Abschluss anbieten und hat folgende Ziele:

  • Verbesserung der Berufswahlkompetenz und Stärkung der Ausbildungsreife
  • Berufliche Orientierung durch praktische Tätigkeiten in ausgewählten Berufsfeldern
  • Hilfe bei der Wahl eines auf individuelle Fähigkeiten und Neigungen ausgerichteten Betriebspraktikums

Ein abschließendes Zertifikat erfasst die individuellen Kompetenzen, Neigungen, Interessen und Entwicklungspotenziale der Teilnehmer.

Im Rahmen dieser Maßnahme werden mit den Teilnehmern folgende Inhalte bearbeitet:

  • Situationsanalyse
  • Bewerbungstraining, -coaching
  • EDV / Internet
  • Allg. kaufmännische Grundlagen
  • Vorbereitung auf das Betriebspraktikum / Praktika-Akquisition
  • Betriebspraktikum, ca. 1½ Monate
  • Fachpraktische Qualifizierung mit den Schwerpunkten gewerblich-technisch (Holz, Metall, Lager) und kaufmännisch (Verkauf / Einzelhandel, Berufsfeld Büro)

Während der gesamten Berufspraktischen Weiterbildung werden die Teilnehmer von der Seminarleitung, den Fachreferenten und Ausbildern individuell betreut. Anwendung finden vor allem Methoden des handlungsorientierten Lernens. Auch bei persönlichen Anliegen gewährleisten wir umfangreiche Unterstützung.

Um eine Vermittlung in den 1. Arbeitsmarkt zu erreichen, findet auch während des Betriebspraktikums eine individuelle Begleitung statt. Dabei gilt der Grundsatz „Arbeit hat Vorfahrt“.

Im Rahmen dieser Maßnahme werden Auszubildende bei der Aufnahme, der Fortsetzung und dem erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung begleitet. Die Ausbildungsinhalte werden unter Einbeziehung anerkannter Kooperationsbetriebe vermittelt. Neben der fachpraktischen Ausbildung im Kooperationsbetrieb wird u. a. folgende Unterstützung angeboten:

  • Stützunterricht zur Aufbereitung des Berufsschulstoffes und Prüfungsvorbereitung
  • Förderunterricht (z. B. „Lernen lernen“)
  • Unterstützung bei Alltagsproblemen
  • Vermittelnde Gespräche mit Ausbildern, Lehrkräften und Eltern

Teilnehmen können Jugendliche, die von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit oder dem Vermittler des Jobcenters vorgeschlagen werden. Voraussetzungen sind Engagement, Motivation, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit.

Die Kosten werden von der Agentur für Arbeit bzw. dem Jobcenter übernommen. Der Auszubildende erhält eine Ausbildungsvergütung und ist sozialversichert.